AWO fordert Anerkennung des Ehrenamtes

 

 

 

Die AWO Kreisverband Harz e.V. rief im März zu einem Pressegespräch auf. Volksstimme und Mitteldeutsche Zeitung folgten dem Aufforderung und trafen sich mit dem Kreisvorstandsvorsitzenden Herr Norbert Fröhlich, seiner Stellvertreterin Frau Undine Kurth und dem AWO Geschäftsführer Kai-Gerrit Bädje. Die AWO präsentierte neben Fakten & Zahlen, politische Forderungen und stellte den Anspruch nach einer Ehrenamtscard. Am Beispiel der Bundesländer Nordrein Westfalen oder Sachsen bekommen Ehrenamtliche mit solch einer Ehrenamtscard Vergünstigungen, zum Beispiel verringerten Eintritt oder preiswertere Busfahrkarten. Die Zeitungen berichteten über das Pressegespräch. Einige Punkte sind nachstehend aufgelistet.

 

 

Unsere Grundsätze:

  • Ehrenamtliche Projekte bzw. Tätigkeiten sind zusätzlich. Es werden weder bestehende Arbeitsplätze infrage gestellt, noch staatliche bzw. öffentliche Aufgaben ersetzt.
  • Ehrenamtliche entscheiden selbst über den Umfang ihres Wirkens.
  • Ehrenamtliche Personen und ihr Wirkungskreis müssen zusammenpassen. Überlastungen (körperlich, seelisch und geistig) sollen verhindert werden.
  • Der Aufgabenbereich ist fest umrissen. Die Inhalte sind verdeutlicht, die Risiken bekannt.
  • Ehrenamtliche werden für ihre Aufgaben befähigt.
  • Ehrenamtliche brauchen Anerkennung.

 

Forderungen der AWO Kreisverband Harz e.V.

  • Politische und administrative Einsicht, dass das Ehrenamt Leistungen der Daseinfürsorge nur ergänzen kann – auf keinen Fall aber staatliches Handeln ersetzen kann. So können z.B. die Arbeit von Tafel, Kleiderkammer und Läden ohne Kasse nicht die Fehler und Auswirkungen der Hartz IV-Gesetzgebung korrigieren.
  • Warme Worte der Politik, wie wichtig doch das Ehrenamt ist, sind nicht ausreichend. Ehrenamtliche schenken ihre Zeit, ihre Energie, ihr Wissen und zum Teil auch ihr Geld anderen. Die Gemeinschaft profitiert, Ehrenamtliche geben. Die in verschiedenen Bundesländern eingeführte Ehrenamtskarte ist ein guter Weg, sich bei Ehrenamtlichen für ihr Tätig werden und ihr Wirken zu bedanken – z.B. NRW oder Sächsische Ehrenamtskarte. Die Kommunen, der Landkreis und Unternehmen sind aufgerufen Ehrenamtlichen ihren Dank auszusprechen, in dem z.B. Preisnachlässe für den Personennahverkehr, Museumsbesuche, Bäder u. ä. gewähren.
  • Steuerliche Berücksichtigung des Aufwands nicht nur für Übungsleiter, deren Aufwand ersetzt wird, sondern Festlegung eines steuerlichen Freibetrages für Ehrenamtliche, die keinen Aufwandsersatz erhalten und denen ein festgelegter Umfang an zeitlichem Aufwand bescheinigt wird.
  • Beteiligung des Landes an der Qualifizierung/Befähigung von Ehrenamtlichen.